Einbruchschutz beginnt am Rahmen
Fenster sind einer der häufigsten Angriffspunkte bei Einbrüchen, weil Täter in der Praxis meist versuchen, den Flügel aufzuhebeln statt laut Glas zu zerstören. Genau deshalb lohnt es sich, Fenstersicherheit als System zu betrachten: Beschlagtechnik, Schließpunkte, Griff, Rahmenstabilität und Verglasung müssen zusammenpassen.
Bei uns erhalten Sie eine Sicherheitslösung, die zu Ihrem Haus und zu den realen Risikostellen passt, zum Beispiel Erdgeschoss, Terrassentüren, leicht erreichbare Fenster über Garage oder Balkon.
Was ein sicheres Fenster ausmacht
- Pilzzapfenverriegelung: Schutz gegen Aufhebeln
Bei der Pilzzapfenverriegelung verhaken sich pilzförmige Zapfen im Schließblech, dass in der Stahlarmierung und ggf. in zusätzlicher Verstärkung verschraubt ist. Dadurch wird der Flügel formschlüssig gehalten und Hebelversuche werden deutlich erschwert.
Pilzzapfenverriegelung
Formschlüssige Verriegelung, die Hebelkräfte abfängt und das Aufhebeln erschwert.
Mehrfach-Schließpunkte: Druck verteilt, Angriff wird schwerer

Ein einzelner Verriegelungspunkt reicht in der Praxis selten. Mehrere Schließpunkte verteilen die Kräfte auf mehrere Stellen im Rahmen und erhöhen die Widerstandsfähigkeit des gesamten Fensters.
Mehr Verriegelungspunkte bedeuten mehr Widerstand an den entscheidenden Stellen rund um den Flügel.
Armierung und Rahmenstabilität: Damit der Beschlag überhaupt wirken kann
Einbruchhemmung funktioniert nur, wenn der Rahmen die Kräfte aufnehmen kann (2). Eine stabile Konstruktion und gezielte Verstärkungen (1) an Belastungszonen sorgen dafür, dass Beschlag und Verriegelung nicht ausreißen.
Stabilität an den Belastungspunkten: Grundlage dafür, dass Verriegelung und Beschläge zuverlässig halten.


P4A-Verglasung: durchwurfhemmend nach DIN EN 356
P4A ist eine Klassifizierung nach DIN EN 356 und beschreibt eine durchwurfhemmende Verglasung, also erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Durchwurf. Diese besteht typischerweise aus zwei 4 mm starken Floatglasscheiben, die durch vier reißfeste PVB-Folien (Insgesamt ca. 1,52 – 2 mm dick) fest verbunden sind. Die Gesamtstärke beträgt meist rund 10 mm.
Wichtig ist dabei die fachgerechte Einbindung der Scheibe in den Flügel, weil Sicherheit immer ein Zusammenspiel aus Glas, Rahmen und Beschlag ist.

RC2 als gängiges Sicherheitsniveau: geprüftes Gesamtsystem
Wenn Sie “zertifizierte” Einbruchhemmung möchten, ist die Widerstandsklasse (RC) entscheidend. RC-Klassen sind in DIN EN 1627 definiert, und RC2 wird häufig als praxisnahes Schutzniveau im privaten Bereich eingeordnet. Entscheidend ist: Ein Fenster ist nur dann wirklich einbruchhemmend, wenn alle Komponenten zusammen geprüft und passend kombiniert sind, nicht nur ein einzelnes Bauteil.
RC2 beschreibt ein geprüftes Widerstandsniveau nach DIN EN 1627: Das Fenster muss einem Einbruchversuch mit körperlicher Gewalt und Werkzeugen (Schraubendreher, Zange, Keil) mindestens 3 Minuten lang standhalten.

Wo lohnt sich erhöhte Sicherheit besonders?
• Erdgeschoss und Terrassenzugänge
• Fenster in Sichtschutzlagen (Hecke, Rückseite, wenig Publikumsverkehr)
• Zugänge über Garage, Balkon, Carport oder Anbauten
• Ferienzeiten, Leerstand, regelmäßig unbewohnte Bereiche
In der Beratung klären wir unter anderem:
- Wo die Schwachstellen bei Ihren Fenstern und Türen liegen
- Ob Nachrüstung sinnvoll ist oder ein Austausch mehr Vorteile bringt
- Welche Widerstandsklassen (z. B. RC2) und Prüfungen für Ihr Vorhaben relevant sind
- Welche Kombination aus Zylinder, Verriegelung, Beschlägen und Zusatzsicherungen am meisten bringt
